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Die Stoffbewertung in Europa


Die hier verfügbaren Emission Scenario Documents sind Ergebnisse von Untersuchungen, die das INFU für das Umweltbundesamt durchgeführt hat. Wir möchten uns für die Unterstützung bedanken.


Industriechemikalien müssen nach einheitlichem Recht in der Europäischen Union geprüft und angemeldet werden, bevor sie in bestimmten Mengen auf den Markt gebracht werden (Richtlinie 92/32/EWG vom 30.04.1992 zur 7. Änderung der Richtlinie 67/548/EWG; in deutsches Recht inhaltlich umgesetzt in der Neufassung des Chemikaliengesetzes vom 25.07.1994). Alte Stoffe, also Stoffe, die vor dem Inkrafttreten der Anmeldevorschriften auf dem Markt waren, sind in der europäischen Liste der Altstoffe EINECS aufgeführt. Diese Altstoffe werden seit Inkrafttreten der Anmeldevorschriften der Europäischen Union im Jahre 1993 (Verordnung 793/93/EWG vom 23.03.1993 zur Bewertung und Kontrolle der Umweltrisiken chemischer Altstoffe) nach einem abgestuften Verfahren ebenfalls geprüft und bewertet.

Innerhalb der Europäischen Union geschieht die Risikoanschätzung (das heißt die Bewertung im engeren Sinne) einheitlich nach Richtlinie 93/67/EWG für neue Stoffe und in der Verordnung 1488/94/EWG für alte Stoffe. Die technisch-wissenschaftlichen Regeln für die Risikoabschätzung sind in einem Kompendium von Regeln in englischer Sprache, den sogenannten Technical Guidance Documents (TGD), zusammengefaßt. Hierfür hat das Umweltbundesamt wichtige Vorarbeiten geleistet und fachliche Begründungen erstellt.

Bei der Abschätzung der Umweltexposition werden die stoffspezifischen Konzentrationen (PEC-Werte - Predicted Environmental Concentration) in den einzelnen Umweltkompartimenten Wasser, Sediment, Boden und Luft berechnet. Diese PEC-Werte stellen für die Bewertung des Bestimmungsgemäßen Gebrauchs der Chemikalie eine Grundlage für die Risikoabschätzung von Neuen und Alten Stoffen nach dem Chemikaliengesetz und der EG-Altstoffverordnung dar.

Für nahezu alle möglichen Emissionsarten sind im Anhang I des TGD Default-Emissionsfaktoren gegliedert nach Branchen und Verwendungsbereichen aufgelistet. Zusätzlich sind in Kapitel 7 des TGD für einige Branchen sogenannte "Emission Scenario Documents" (ESD) enthalten, die mit Hilfe des technologie-spezifischen Ansatzes Emissionsabschätzungen ermöglichen. Abhängig von der Datenqualität und der Plausibilität können Angaben der Industrie Default-Werte bei der Modellrechnung ersetzen. Spezifische, beispielsweise standortbezogene Daten werden auf diese Weise berücksichtigt.


Hydro-Grafik
Schematische Darstellung der Vorgehensweise bei der Expositionsabschätzung für die Hydrosphäre






      

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